Hummus – alles was du darüber wissen wolltest

Hummus

Hummus, ist ein immer populärer werdendes Gericht in Deutschland. Du findest ihn mittlerweile in fast jedem Supermarkt und auf vielen Karten orientalischer Restaurants und Foodstände. Hummus ist bei „Fleischfressern“, Vegetariern wie Veganern gleichwohl beliebt. Mit dem veganen Essenstrend der letzten zwei Jahrzehnte hat der Hummus an Bekanntheit gewonnen. Dennoch ist nicht alles über das Kichererbsen-Gericht bekannt.

Ein genauer Blick auf das Hummus lohnt sich. Es gibt viel über ihn zu entdecken und zu berichten. Ich mache mich in diesem Artikel auf Entdeckungsreise mit dir und versuche dir viele deiner Fragen zu beantworten.

Was ist Hummus?

Hummus - Serviervorschlag

Bei Hummus handelt es sich um eine cremige und seimige orientalische Spezialität. Sie besteht aus Kichererbsen, Tahini, Zitronensaft, Salz und Knoblauch. Das orientalische Gericht ist sehr beliebt und vor allem verbreitet in Israel, dem Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten und Palästina.

Hummus wird warm oder kalt serviert. Er ist Bestandteil im Sandwich und Wrap, wird als Dip oder auch Hauptspeise gegessen. Häufig wird die Kichererbsen-Paste mit Olivenöl, verschiedene Gewürzen und Gemüse angerichtet.

Geschichte und Herkunft

Kichererbsen wachsen im orientalischen Raum seit mindestens 10.000 Jahren. Die ältesten Kichererbsen wurden in der Türkei gefunden. In Deutschland wurde sie erstmals im ersten Jahrhundert n. Chr als Lebensmittel verarbeitet.

Berichte über die Kichererbsen-Spezialität mit Sesampaste reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück und stammen aus Ägypten. Wo genau das Gericht herkommt, ist schwer zu sagen. Es handelt sich wahrscheinlich um eine arabische Speise mit Ursprung in Levante. Es gibt über die Herkunft des Hummus aber keinen Konsens. Folglich sagt der israelische Hummus-Blogger Schuki Galili: „Hummus ist ein Jahrzehnte altes arabisches Gericht, niemand besitzt es, es gehört zur Region“.

Die Kichererbsen

Es gibt zwischen 40 und 45 Arten von Kichererbsen. Kichererbsen brauchen nur wenig Wasser. Sie wachsen optimal im sonnigen und warmen subtropischen Klima, weshalb sie hauptsächlich in Teilen Asiens und Australiens angebaut werden.

Die größten Anbaugebiete befinden sich in Indien, gefolgt von Australien, Pakistan, Myanmar und Äthiopien. Australien, Russland, Indien, Mexiko und Kanada sind zudem die größten Exporteure von Kichererbsen.

Kichererbsen und Ernährung

Die Kichererbse ist für dich eine gute Kohlenhydrate- und Eiweißquelle. Aufgrund der relativ großen Menge an Proteinen und Ballaststoffen, bleibst du nach dem Essen eines Kichererbsengerichtes lange satt. Die Kichererbsen enthalten zudem wenig Fett. Außerdem ist in Kichererbsen unter anderem Magnesium, Folsäure und Eisen.

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement, das unter anderem Erschöpfungszustände vermindert und notwendig ist, um die Leistungsfähigkeit deines Körpers zu erhalten. Eisen ist ein zentraler Bestandteil des Eiweißes Hämoglobin (Teil der roten Blutkörperchen), das mit Hilfe von Eisen Sauerstoff bindet und damit deinen Körper versorgt.

Folsäure spielt eine erhebliche Rolle bei der Zellteilung und bei den Wachstumsprozessen in deinem Körper. Zudem spielt Folsäure bei der Blutbildung eine essentielle Rolle. Mangelt es dir an Folsäure, ist die Blutbildung häufig gestört und du wirst an Blutarmut leiden. Zudem könnten bei Folsäuremangel bei dir unter anderem Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Entzündungen an der Mundschleimhaut etc. auftreten. Vor allem schwangeren Frauen wird empfohlen, mehr folsäurehaltige Lebensmittel zu konsumieren und Folsäure in Form eines Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen, um Entwicklungsstörungen beim Kind vorzubeugen.

Wie gesund ist Hummus?

Hummus ist ein natürliches Lebensmittel. In der Speise sind Kichererbsen, Sesampaste, Knoblauch, Zitronensaft und Salz enthalten. Solange das Hummus mit natürlichen, frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln und ohne Konservierungsstoffe zubereitet wird, ist es eine leckere und gesunde Speise, die dir viele wichtige Nähr- und Vitalstoffe liefert.

Kichererbsen und Diabetes

Kichererbsen haben einen niedrigen Glykämischen-Index. Nach dem Verzehr von Kicherbsen wird daher dein Blutzuckerspiegel nicht sehr ansteigen. Laut Dr. Jason Fung profitieren Diabetiker, die auf eine gesunde Ernährung achten und Kichererbsen zu sich nehmen davon, dass eine Minderung der Insulin-Resistenz bei ihnen auftritt.

Gewichtsreduktion und Hummus

Gewichtsreduktion erfolgt an erster Stelle durch eine gesunde Ernährung und ein kalorisches Defizit. Günstig zum Abnehmen sind Lebensmittel, die den Zuckerspiegel nicht stark ansteigen lassen.

Hummus, beziehungsweise die Kichererbse, enthält nicht viele Kalorien und lässt den Blutzuckerspiegel in deinem Körper nicht steil ansteigen. Folglich findet in deiner Bauchspeicheldrüse keine hohe Insulin-Produktion statt. Insulin ist für den Transport von Zucker in deine Zelle verantwortlich und reguliert den Fett- und Eiweißhaushalt in deinem Körper.

Zusammengefasst ist Hummus damit eine gute Wahl, wenn du auf der Suche nach Lebensmitteln bist, die sich zum Abnehmen eignen.

Du solltest aber überlegen, mit welchen anderen Lebensmitteln du Hummus zu dir nimmst. Genießt du ihn beispielsweise mit einem Pita-Brot aus Weizen, fördert dies nicht deine Gesundheit und die Gewichtsabnahme. Das im Pita-Brot enthaltende Weißmehl erhöht ähnlich stark wie raffinierter Zucker deinen Blutzuckerspiegel. Außerdem enthält Weißmehl das Eiweiß Gliadin. Gliadin kommt im Weizenprotein Gluten vor und ist Ursache dafür, dass du nach regelmäßigen Verzehr mehr Hunger auf Weizenprodukte haben wirst. Die Folge ist, dass sich deine Kalorienzufuhr mit großer Wahrscheinlichkeit erhöht und du zunimmst.

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Hummus-Rezept

Mit Tahini oder ohne?

Laut dem Hummus Experten Ilan aus Frankfurt, ist neben den Kicherbsen Tahini die wichtigste Komponente und wesentlicher Geschmacksträger im Hummus. Leider wird oft an der Sesampaste gespart, denn sie ist die teuerste Zutat im Hummus. Häufig werden als preiswerter Ersatz Öle und Joghurt benutzt, um die richtige Konsistenz zu imitieren. Einen sehr guten Hummus macht jedoch aus, dass Tahini mit verarbeitet wurde. Ich empfehle dir nicht an Tahini zu sparen, um ein leckeres Hummus zu kreieren und ein Hummus von höchster Qualität zu genießen.

Rezept

Zutaten

Hummus - Serviervorschlag

250 g getrocknete Kichererbsen
3-4 EL Tahini
der Saft von 2 Zitronen
3 zerstampfte Knoblauchzehen
4 EL natives Olivenöl extra
Salz
30 g frische Petersilie

Vorbereitung

Weiche die Kichererbsen über Nacht in Wasser ein.

Zubereitung

Nachdem du die Kichererbsen eingeweicht hast, wasche sie und bringe sie anschließend in einem Topf mit reichlich Wasser zum Kochen. Den Schaum, der beim Kochen entsteht, kannst du regelmäßig mit einer Schöpfkelle entfernen. Die Kichererbsen müssen für ca. 1,5 Stunden auf niedriger Temperatur köcheln.

Wenn die Kichererbsen weich sind, gieße das Wasser ab und fange es in einem Behältnis auf. Anschließend verarbeitest du die Kichererbsen mit einem Pürierstab oder Blender zu einer glatten Masse.

Die restlichen Zutaten können nun bis auf das Olivenöl zu den Kichererbsen dazugegeben werden. Sollte die Masse sehr fest sein, rühre das gekochte Kichererbsenwasser unter, sodass eine Creme entsteht.

Abschließend richte das Hummus auf einem Teller oder in einer Schale an. Verteile das Olivenöl am Tellerrand oder in einer Kuhle in der Mitte des Tellers. Die gehackte Petersilie gib auf das Hummus.

Fertig :).

Weitere leckere Rezepte findest du unter Ernährung bei Coach Reef.

Wo kannst du Hummus in Deutschland kaufen?

Hummus ist in Deutschland ein absolutes Trend-Essen. Du kannst dich durch unterschiedliche Geschmackrichtungen in Restaurants probieren und findest im Supermarkt eine Auswahl an verschiedenen Marken und Hummus-Varianten. Deiner gesunden Ernährung willen, empfehle ich dir auf ein frisches Produkt zurückzugreifen.

Ein sehr gutes Hummus-Produkt kannst du beim Hummus-Experten Ilan für den Raum Frankfurt online erwerben.

Restaurants, in denen du ein ausgezeichnetes Hummus essen kannst, findest du unter anderem in Berlin, Frankfurt, Chemnitz, Paris und Tel Aviv.